Donnerstag, 31. Oktober 2013

Samhain

Nein Samhain ist nicht hellenistisch. Nicht im entferntesten. Im rekonstruierten hellenistischen Kalender ist es eher so das bis in den Dezember rein keine größeren Feste mehr gefeiert oder gedacht wird.
Nur bin ich nicht als Hellenist geboren und auch nicht gerade geradlinig geworden. Und ich bin nichtsdestotrotz ein Kind des Rheinlands, und die Besonderheiten dieses Landes, seiner Götter und Feste lässt mich nich unberührt.
Samhain ist sogar das heiligste Fest für mich geworden. Die Gründe hierfür sind vielfältig und hat auch mit den Gottheiten zu tun, die wegweisend für mich wurden.
Es ist ein Fest der Ahnen und der Toten, ein Abend des Abschieds und des Neubeginns. das sogenannte keltische Neujahrsfest und entspricht ein wenig der Dämmerung, bei der das neue Jahr wie der neue Tag in der früheren Zeitrechnung beginnt. Es ist ein sehr besinnlicher Tag für mich geworden, der heute abend beginnt, den ich bevorzugt allein begehe.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Menschliche Grausamkeit und die Götter

Seitdem ich das posting über die Macht der Bilder geschrieben habe geht mit nicht mehr aus dem Kopf, wie fragil und verletzlich eine solche Beziehung zwischen Mensch und Gottheit eigentlich ist. So real die Götter auch für mich sind, ich brauche diese äußeren Bezugspunkte um mich an sie zu erinnern und dazu gehört auch jede Form der Praxis, so simpel und rudimentär sie auch sein mag.

Wie wichtig mag das dann noch für die Menschen der Antike gewesen sein. Wenn nun jemand kam und hat diese Bilder zerstört, wurden im wahrsten Sinne des Wortes den Menschen ihre Götter genommen.
Umso mehr denk ich war dies so und ist es noch wenn ich an andere Kulturen unserer Erde denke, wenn dem Menschen nichts anderes blieb oder bleibt als das äußere Bild.
Die Wirklichkeit früher war brutal und ist es für viele Menschen noch heute. Manchmal denk ich es ist noch schlimmer geworden.
Und ich glaube nicht das es für einen menschlichen Geist möglich ist, Götter oder ihre Segnungen wahr zu nehmen, wenn dieser Geist getrübt ist von Gewalt und Schmerz.

Montag, 28. Oktober 2013

Zeus - der Göttervater

Ein kurzer Artikel über Zeus ist eigentlich nicht möglich. Außerdem fallen mir zu Zeus viele - auch sehr persönliche - Themen ein, so das seine Beschreibung nur ein Einstieg sein kann.
Ich glaube er ist der am meisten illustrierte Gott, und seine Darstellungen sind nicht ohne Zufall den volkstümlichen Vorstellungen des christlichen Gottvaters ähnlich.

Dieser würde natürlich nie mit Nike dargestellt werden, aber zu dem Thema: Zeus und der spätere Monotheismus, da komm ich ein andermal zu.
Seine wichtigstens Attribute und Symbole ist die Aigis, der Blitz, der Adler und der Herrscherstab. Die Aigis ist auch der Athena zu eigen.
Zeus beschwört mit ihr die Gewitter herauf und sendet den Blitz als seine Waffe. Er ist der Herr des Himmels und damit der beherschenden Elemente. Damit ist er auch der Gott des Regens und der Stürme und der Fruchtbarkeitsgott in der Höhe. Es ist nicht verwunderlich das der Gott von Blitz und Donner Chef im griechischen Götterhimmel wurde. Von keinem anderen Gott ist die trockene und heiße Welt des Mittelmeer so abhängig.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Begriffe - eine Klarstellung

Als ich heute morgen im Zug zur Arbeit saß und in Jordan Papers Buch über polytheistische Theologie las, kam mir das Bedürfnis auf was klar zu stellen.

Er geht am Anfang auf das Problem der Sprache und deren Einfluss auf unsere Denkweise ein. Umgekehrt hat jahrundertelange Denkweisen und Überzeugungen eines Volkes dessen Sprache geformt und unbewußt verbindet jeder automatisch etwas mit einem Wort.
Er erzählt wie wichtig es für ihn war in seinem Leben in China zu leben und dort viele viele jahre zu leben und in deren Sprache zu denken. Es hat dafür gesorgt das er vieles anfing anders zu verstehen, was weiter Früchte trug als er zurückkehrte nach Amerika.

Bei diesem Abschnitt musst ich inne halten und mir fiel etwas wichtiges ein.  Nämlich das ein Leser etwas hier auf dem Blog völlig mißverstehen könnte.
Es geht mir hierbei um Begriffe und Konzepte, die mir das erste mal im tibetisch-buddhistsichen Kontext begegnet sind und ich als geeignet sehe, meine Eindrücke und Ideen im hellenistischen Kontext zu bezeichnen.
Das könnte unglaublich mißverstanden werden.