Montag, 10. Februar 2014

Die Anthesterien

Es ist an sich eine Schande, das ich noch nichts über die Anthesterien schrieb. Der jetzige Monat ist nach diesem größten aller Feste in und um dem alten Athen benannt.
Zudem ist es wie die römischen Saturnalien eines der historischen Wurzeln für unser heutiges Karneval, das v.a. in Köln sehr stark und wie ich finde, daher auch sehr ursprünglich gefeiert wird.
Damals wie heute ist es ein Fest, das die Sitten auf den Kopf stellt oder zumindest durchlässig macht. Weiberfastnacht in Köln knüpft an alte Herrschaftstage an, wo Frauen das undenkbare machten, nämlich für die kommenden Tage die Herrschaft an sich zu reißen.
Kein guter Tag für Männer mit Krawatte in Köln zu sein, wenn man nicht Teil des Festes sein will und zulassen möchte, das diese von Frauen abgeschnitten wird.

Aber genug des heutigen Karnevals und zurück zum hellenistischen Fest, das man ebenso feucht fröhlich feiern kann, wenn man will und kann. Es dauert drei Tage. vom 11. bis zum 13. des Monats Anthesterion. Und im Zentrum des Festes steht der Gott Dionysos, der Wein und die Toten.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Tägliche Praxis wie und warum - ganz persönlich

Obwohl ich selbst es immer wieder schreibe und oft genug gelesen habe, wie wichtig die tägliche Praxis ist, war und bin ich oft genug unsicher, wie das denn jetzt genau geht. Das Gefühl es nicht richtig zu machen ist eine Krankheit, mit der weder ich noch andere Hellenisten allein sind.

Woher das kommt ist so eine Sache. Einerseits sehnen wir uns danach es so wie die antiken Vorfahren in Griechenland zu machen. Andereseits geht das aber natürlich nicht und oft genug wollen wir das auch nicht. Wie im Fall des Tieropfers zum Beispiel.
Weitere Gründe sind komplizierter und gehen in psychologische Untiefen. Wir sind es z.B. von unserer kulturellen Prägung einfach nicht gewohnt. Oder wir fühlen uns innerlich geblockt aktiv eine religiöse Handlung auszuführen. Warum auch immer.

Dienstag, 28. Januar 2014

Theogamia - die heilige Hochzeit

Heute abend beginnt der Abend der Gamelia, der Feier die diesen Monat ihren Namen gab. In meinem post zu diesem Monat bin ich schon drauf eingegangen, wie groß die Bedeutung war der Ehe und Familie zugesprochen wurde.
Es ist ungewöhnlich das ein so hohes und wichtiges Fest in den letzten Tagen des Mondmonats begangen wird. Wie es genau gefeiert wurde, darüber liegt uns nichts vor. Vielleicht war es ein Fest, das zwar von allen, aber v.a. zuhause begangen wurde.
Ich kann es mir schön vorstellen. Im Kreis der Familie wurde der Hera Teleia und Zeus Teleios geopfert und gefeiert und danach ging das Ehepaar um es so zu feiern, wie es dem göttlichen Paar entspricht.

Desmos

Im Rahmen von Pandoras Kharis, wo ich mich auch fast monatlich wenn ich kann beteilige, ist dieses mal Desmos dran, das wir unterstützen wollen.
Desmos ist eine unabhängig arbeitende Gemeinschaft von Griechen, die sich gegenseitig helfen. Es ist scheinbar eine der besten Organisationen.
Hier gibt es einen deutschen Artikel dazu. Ich habe es selbst ausgesucht, weil mir diese Art Hilfe derzeit den meisten Sinn macht. Der griechische Bürger kann nichts für seine schlechte Politik und für den noch schlechteren Umgang damit. Die gesellschaftlichen Entwicklungen derzeit sind dort bald gefährlich für die Demokratie, weil die Menschen verzweifelt sind und nicht das komplexe politische Spiel durchschauen können. Glaub keiner kann das...

Griechenland ist die Wiege unserer Kultur. Dort begann die Demokratie und viele andere kulturelle Errungenschaften, derer wir uns erfreuen. Ein beliebtes Urlaubsziel und nicht zuletzt auch noch Ursprung unseres allseits beliebten Sportfests Olympia, das oberall auf der Welt Geld ohne Ende ausgeben lässt, nur das Land wo es seinen Ursprung hat, hat nichts davon.

Ich habe daher Desmos einen permanenten link-Platz gegeben und wer sich bei den neuesten Nachrichten verantwortlich fühlt, kann gerne helfen. Ich werde es.