Samstag, 19. Oktober 2013

Schnelleinstieg

Für den der sofort anfangen will, die Götter liebt und sofort was tun will an Praxis...

Wichtig sind einige Kleinigkeiten zu beachten:
 - die Hausgötter haben Priorität daheim und werden dort verehrt. Sie sind ein bißchen anders als alle anderen Götter des Olymps (siehe auch Hausgötter Teil 1).

- die anderen Götter werden unterschieden in den Bereichen in denen sie herrschen, was Konsequenzen für die Praxis hat, wer mit wem wo verehrt wird und was. Vor allem werden die Khtonoi, die Götter der Unterwelt, in der Regel gesondert verehrt (wenn überhaupt) und die Berührung mit ihrem Bereich hat u.U. das Phänomen des Miasma als Folge, einer Art von Verunreinigung der Person, die nicht mehr vorhanden sein darf, wenn man sich den anderen, himmlischen, Göttern nähern will. Diese Verunreinigung kann auch anders von statten gehen, und es gibt verschiedene Sorten natürlich. Dieses Gebiet ist komplex und besitzt auch eine beachtliche psychologische Komponente.

- wichtig sind die Opfer: Weihrauch, Kerzen/Öllampen und Trankopfer nehmen den ersten Rang ein, da sie im Prinzip täglich erfolgen und die Basis stellen. Als Opfer dazu gehören die jeweiligen Hymnen an die Götter.
Ein zumindest zeitweise aufgestellter Altar ist notwendig.

- zentral ist eine Lampe oder Kerze für Hestia an einem zentralen Ort im Wohnbereich. Idealerweise brennt diese immer oder fast immer. Orte sind am besten in der Küche oder was als Zentrum empfunden wird.

- Für die Trankopfer u.a. ideal daheim ist eine Opferschale und ein möglichst großes Räuchergefäß.
Die Opfer für die olympischen Gottheiten werden idealerweise verbrannt. Daheim hat das heutzutage seine natürlichen Grenzen. Ich gebe daher fast nur symbolisch Essen und Spritzer auf die Räucherkohle und mache nur höchst selten in dem Gefäß ein kleines Feuerchen. Allein der Nachbarn wegen und der Brandgefährlichkeit unserer Wohnungen heutzutage geht nicht mehr.

- Khernips, Wasser zur Reinigung des Altars und des Bereiches drumherum, wird als erstes verteilt. Am besten steht immer eine kleine Schale vorbereitetes Khernips bereit. Es wird auch als erstes Opfer gereicht. Simpelstes Grundrezept hierfür ist Meersalz mit Mineralwasser, und wird am besten mit einem Zweig Blättern, ich hab einen Strang gedrehter Lorbeer hierfür, verprüht oder verspritzt.

- Gerste, die Gerste ist als Geschenk der Demeter besonders heilig. Sie wird zu Beginn eines jeden größeren Ritauls um den Altar herum und auf ihn gestreut. Wird auch als eins der ersten Opfer in die Flammen geworfen. Sie reinigt und segnet den Ort.

- Ablauf der Rituale ist im groben immer so: es wird als erstes der Hestia gedacht, ihre Flamme entzündet (wenn sie es nicht schon ist), ihr Khernips und Trankopfer angeboten. Oft folgt ein kleiner Hymnus an sie.
Dann wird die nächste jeweilige Gottheit invoziert mit einem Gruß, es wird wieder Khernips gereicht, Gerste geworfen und Opfer angeboten. Es wird ein Hymnus gesprochen und gedankt. Oft wird immer bei jedem Ritual der Themis und des Zeus als Wächter und Schützer über Recht und Ordnung und der Gaia als Zeugin gedacht, bevor es zur Festivalgottheit geht.
Immer mit dem jeweiligen Opferablauf.
Am Ende wird wieder der Hestia gedacht und das letzte Opfer gegeben.

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